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CenterParcs – Parc Sandur in den Niederlanden

Centerparcs Sandur - Das Haus

Centerparc Sandur

Der Centerparc Sandur in den Niederlanden war dieses Jahr unser Reiseziel unserer jährlichen Geocaching-Tour. Einmal im Jahr fahren wir mit Freunden an irgendeinen Ort im Umkreis von 200 bis 300 Kilometer und verbringen dort ein verlängertes Wochenende um fleißig zu cachen. Dieses Jahr sollten es also die Niederlande sein. Da wir mit fünf Erwachsenen, zwei Kindern und zwei Hunden unterwegs waren, musste unser „Geocaching-Basislager“ schon etwas größer sein. Wir entschieden uns für ein 8-Personen-Haus im Centerparc Sandur. Insgesamt bietet der Centerparc Häuser für Gruppen zwischen vier und zehn Personen an. Und: Hunde sind (natürlich gegen Aufpreis) ebenfalls erlaubt.

Centerparcs Sandur - Übersichtskarte

Die Lage

Was uns an dem Centerparc Sandur auf Anhieb gefallen hat, ist die schöne Lage. Wie man hier auf dem Park-Plan sehen kann, ist der gesamte Park im bzw. am Wasser angelegt. So ähnlich wie die Palm Islands in Dubai. Das Tolle daran: von jedem Haus aus hat man einen wunderbaren Blick auf’s Wasser. Wenn man im Sommer dort ist und den Tag mit Grill, Freunden und einem lauen Sommerlüftchen ausklingen lassen kann – schöner geht’s nicht. Allerdings muss man, wenn man mit kleineren Kindern unterwegs ist, darauf acht geben, dass niemand ins Wasser fällt, ganz ungefährlich ist das nicht.

 

Centerparcs Sandur - Ausblick vom Garten

Das Centerparc-Haus

Kommen wir zum Haus selbst. Wie oben schon erwähnt, haben wir ein 8-Personen-Haus gebucht. Dieses Haus hat zwei Etagen, in der unteren befinden sich eine Toilette, ein Bad und ein Schlafzimmer für zwei Personen (Doppelbett), sowie der große Bereich mit Wohnzimmer, Küche und Essbereich. Im oberen Bereich befinden sich dann nochmal drei Schlafzimmer (für je zwei Personen) und ein weiteres Bad inklusive Toilette.

Die Betten

Die Betten waren erstaunlich gut. Zuerst fühlten sich die Matratzen etwas weich an, aber nach der ersten Nacht war ich positiv überrascht: keine Rückenschmerzen oder sonstige Beschwerden. Das ist schon mal viel wert, denn es gibt in meinen Augen nichts schlimmeres als unbequeme Betten. Wobei dies natürlich auch immer persönliches Empfinden ist. Aber keiner aus unserer Reisegruppe hat sich über die Betten beschwert, also scheinen die insgesamt ok zu sein.

Toilette und Bad

Die Toilette in der unteren Etage ist eher zweckmäßig: recht eng, kleines Waschbecken und von den Fliesen her mehr so „späte 80er“. Aber halt ausreichend für das, was man damit machen soll. Ähnlich sieht es auch bei dem Bad aus: der Raum ist recht groß und es gibt sogar eine Badewanne (mit kombinierter Dusche), allerdings ohne Stöpsel. Stöpsel waren übrigens im gesamten Haus eher Mangelware, es gab keinen einzigen. Ob man damit die Leute davon abhalten möchte, die Badewanne zu benutzen?

Dafür gab es dann aber eine Handtuch-Heizung, so konnte man sich nach dem Duschen (in der Badewanne) mit schön warmen Handtücher abtrocknen. Was mir dabei auffällt bzw. was ich vermisst habe: ein paar mehr Haken oder ähnliches um Handtücher & Co. zu befestigen. Auch gab es keine Hocker oder andere Ablageflächen im Bad. Das war etwas doof. Ansonsten gilt auch hier: bis auf die Handtuch-Heizung gab es keinen besonderen Luxus, Zweckmäßigkeit steht hier im Vordergrund.

Aber was man sehr lobend herausheben muss: das warme Wasser. Ein Schwachpunkt in solchen Häusern ist ja oft die Warmwasserversorung, gerade morgens, wenn alle sich aus den Betten quälen und unter die Dusche torkeln um wach zu werden. Hier konnten wir alle duschen, ohne dass jemand Angst haben musste, am Ende nur noch kaltes Wasser abzubekommen. Auch der Wasserdruck war toll: ein kräftiger, harter Strahl mit heißem Wasser hat einem jegliche Müdigkeit aus dem Körper verjagt. Absolut gut.

 

Centerparcs Sandur - Die Küche

Küche, Wohn- und Esszimmer

Gehen wir mal weiter durch das Haus… die Küche, das Wohnzimmer und das Esszimmer bilden einen großen Bereich und gehen fließen ineinander über, quasi eine offene Küche. In dieser befindet sich alles, was man so braucht um lecker zu kochen: ein Gasherd sorgt für zügiges Kochen, eine Spülmaschine für einen ebenso zügigen Abwasch. Auch eine Mikrowelle ist vorhanden, was wir aber sehr vermisst haben, war ein Backofen. So fielen leider leckere Dinge wie Nudelaufläufe oder Pizza von vornerein aus. Schade. Aber wir hatten ja unser Raclette dabei. 😉

Etwas seltsam war das Inventar des Hauses, genauer gesagt das Kücheninventar: Gläser hatten wir bis zum Umfallen. Wir hätten nicht nur unser Haus mit Gläsern versorgen können, auch noch drei bis vier Häuser in der Nachbarschaft. Dafür fehlte es dann an anderen Dingen: so gab es zum Beispiel nur ein einziges, scharfes Messer. Und das hatte seine besten Zeiten auch schon hinter sich. Ähnlich sah es auch mit Brettchen zum Schnibbeln aus. Insgesamt war im Haus nicht viel von dem, was auf der Inventarliste stand. Wir vermuten mal, dass es daran lag, dass die Saison jetzt so langsam vorbei ist und etliche Reisegruppen vor uns im Haus waren und das ein oder andere entweder aus Versehen mitgenommen haben oder Dinge auch einfach kaputt gegangen sind. Was aber eigentlich keine Entschuldigung ist, dann hätten die Centerparc-Leute halt mal eine kleine Zwischeninventur machen müssen. Nun ja, als Geocacher ist man ja bestens ausgerüstet… *g*

 

Centerparcs Sandur - Essbereich

Der Essensbereich schließt sich nahtlos an die Küche an und bietet reichlich Platz. Der Tisch ist schön groß, wir konnten mit fünf Erwachsenen und zwei Kindern bequem daran essen. Auch für Spieleabende war er super geeignet, hier mussten wir uns keine Sorgen machen, dass es zu eng werden könnte.

Auch das Wohnzimmer befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Küche. Mit diversen Couches und Sesseln ausgerüstet, konnte man hier bequem rumlümmeln, etwas lesen, Radio hören oder auch Fernseh gucken. Das Radio war eher etwas schwach auf der Brust und krächzte vor sich hin. Der Fernseher dagegen war um so besser, es hing ein schicker Flachbildschirm an der Wand. Gespeist wurde das Fernsehgerät durch einen Sat-Receiver. Neben Pay-TV (im Mietpreis inbegriffen) gab es Dank SAT-Versorgung alle Sender, die man sich so vorstellen konnte. Auch das Radio im Receiver war um einiges besser als das Stand-Alone-Gerät und man konnte auch hier aus einer Vielzahl von Sender auswählen, inklusive unseres Heimatsenders „Einslive“.

 

Centerparcs Sandur Der Wohnbereich

 

Die Sauberkeit

Eine Sache, die wir alle nicht so toll fanden war wir Sauberkeit. Ich bin nicht pingelig und nicht empfindlich, wenn ein Haus oder eine Wohnung etwas rustikaler daherkommt. Oder wenn eine Location ihren ganz speziellen… sagen wir „Charme“ hat. Es ist mir egal, wenn Fliesen kaputt sind, die Fensterrahmen nicht mehr die Neuesten sind oder die Türen klemmen. Aber gewisse Dinge müssen einfach nicht sein. So hätte man zum Beispiel ruhig mal das Haus durchsaugen können, bevor wir dort einziehen. Ok, natürlich kann es sein, dass nach der letzten Reisegruppe sauber gemacht wurde. Nur wenn das Haus danach dann zwei, drei Wochen leer steht, sammelt sich natürlich wieder einiges an Staub usw. an. Da hätte man dann nochmal jemanden durchschicken können.

Auch, dass man in jeder Ecke Spinnweben vorgefunden hat, ist jetzt nicht unbedingt so der Hit. Klar, wenn da irgendwo mal Spinnweben sind – Schwamm drüber, da beschwert sich niemand. Aber wirklich jedes Zimmer sah so aus wie auf dem Foto hier unten. Das muss wirklich nicht sein und sieht optisch einfach doof aus, auch wenn der Rest dann sauber ist.

Sehr eklig war auch die eine Bettdecke. Es gab keine Stelle, die keine dunklen Flecken hatte. Sowas gehört einfach aus dem Sortiment genommen, auch wenn da noch Bettzeugs drüber kommt. Da wir zu siebt in einem 8er-Haus waren, hatten wir ein Set Bettwäsche übrig und konnten entsprechend austauschen.

 

Centerparcs Sandur - Spinnweben

Sonstiges

Typisch für CenterParc ist ja das Schwimmbad, welches sich mit auf dem Park-Gelände befindet. Die Nutzung ist im Mietpreis des Hauses mit dabei und kann beliebig genutzt werden. Wir haben drauf verzichtet, da wir ja zum Geocachen und nicht zum Plantschen da waren. 😉

Sehr schön sind auch die überall im Park verteilten Spielplätze. Hier gibt es nicht nur Schaukeln und Klettergerüste, sondern auch riesige Trampoline (die sind echt toll) und – der absolute Hammer – ganz viele Seilbahnen. Wir hatten direkt einen Spielplatz vor dem Haus und die Kinder waren sehr begeistert und gar nicht vom Spielplatz runter zu bekommen.

Toll ist auch der Service für Hunde bzw. für deren Besitzer: überall im Park gibt es Poop Scoop-Stationen. Das sind echt genial konstruierte Tüten für Hundekot (schaut euch die Poop Scoop-Seite mal an ;)). So hat man immer eine zur Hand, wenn der Hund mal muss, kann den Hundekot schnell und einfach entsorgen und keiner muss sich über Hundekot im Park ärgern.

Normalerweise ist man in so einem Park Selbstversorger, eine Küche ist ja vorhanden. Der Supermarkt im CenterParc hat ein gutes Sortiment und ist nicht viel teurer als ein Supermarkt ein paar Orte weiter. In diesem CenterParc-Supermarkt gibt es morgens übrigens auch Brötchen in verschiedenen Varianten, man muss also nicht erst in den nächsten Ort fahren um etwas für das Frühstück zu bekommen. Wer trotzdem nicht selbst kochen möchte, kann in einem der CenterParc-Restaurants essen gehen. Am ersten Abend haben wir mal eins der Restaurants ausprobiert, da wir zu faul zum Kochen waren und ein Teil der Reisegruppe noch fehlte. Die Preise waren nicht ganz ohne (die Hauptgerichte in dem Restaurant in dem wir waren kosteten zwischen € 13,90 und € 18,90), aber schon lecker, wenn auch nichts besonders. Wenn man jedoch jeden Abend dort essen geht, wird es ein teurer Spaß.

Fazit

Abgesehen von den oben beschrieben Mängeln bei der Sauberkeit und dem etwas „geplündertem“ Inventar hat uns der CenterParc Sandur echt gut gefallen. Man erreicht den Park Dank guter Autobahn-Anbindung super gut und ist ab Düsseldorf in knapp zwei Stunden dort. Der Park ist schön angelegt und die Spielplätze sind super für die kleinen Gäste. Hunde sind ebenfalls willkommen. Ganz preiswert ist der Centerparc nicht, aber wenn man nach einem Angebot Ausschau hält, kann man den ein oder anderen Euro sparen. Wir haben zum Beispiel ein Herbstspecial erwischt und mussten für sechs Tage (Mittwoch bis Montag) insgesamt nur € 590,- zahlen. Wenn man das durch alle Mitreisenden teilt, hat man eine recht preiswerte Übernachtungsmöglichkeit. Und die Schwimmbadnutzung ist ja auch noch mit dabei.

Die offizielle Seite zum Parc Sandur findet ihr auf centerparcs.de

 

Review Übersicht

Preis/Leistung
Haus
Der Park
Hundefreundlichkeit
Kinderfreundlichkeit
Restaurants
Sauberkeit

Der CenterParc Sandur ist ideal für mittlere und größere Reisegruppen, egal ob mit Kind und/oder Hund. Das Haus hätte einen Ticken sauberer sein können, aber insgesamt haben wir uns trotzdem wohl gefühlt und tolle Urlaubstage gehabt.

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Über Nico Buch

Apple-User, Musik(hörer), Grafikdesigner, Handballer, Geocacher (MoAdventureTeam) und Kakao-Trinker. Kaffee ist auch toll! ;) Podcastet auf feuerglutundherzblut.de zum Thema Grillen, bloggt auf indanett.de über Multimedia und auf kochenbackenessen.de über's Essen.

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2 Kommentare

  1. Die Jumeriah Palm ist zwar schön angelegt, aber wenn du drauf bist merkst du noch nichtmal dass du auf der Palme bist weil alles zugebaut ist.

    Ausser du bist dann echt am äußeren Rand da siehste dass du auf der Palme bist. Trotzdem natürlich kein Vergleich 🙂

  2. Dubai ist dann doch etwas weit für so ein verlängertes Geocaching-Wochenende. 😉

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