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Tearaway für die Playstation Vita

Tearaway Intro

Tearaway ist der Name des neuesten Spiels aus dem Hause Media Molecule, bekannt geworden ist die Firma mit den LittleBigPlanet-Spielen.

Die Reise durch die Papierwelt

Die Geschichte von Tearaway ist schnell erzählt: Zu Beginn sucht man sich einen persönlichen Boten aus: zur Wahl stehen der Junge Iota und das Mädchen Atoi. Der (bzw. die) Auserwählte hat, wie es für einen Boten typisch ist, eine Nachricht – und zwar für den Spieler. Damit der Bote die Nachricht erfolgreich zustellen kann, muss man als Spieler genau diesen Boten steuern und dafür sorgen, dass er die Nachricht überbringen kann. Hört sich erstmal nicht schwierig an, aber Iota bzw. Atoi müssen dazu einige Abenteuer bestehen. Der Spieler, von allen Charakteren in der Spielwelt erfürchtig „das Wesen“ genannt, muss der Spielfigur dabei tatkräftig zur Hand gehen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Steuerung

Tearaway nutzt nahezu alle Eingabemöglickeiten der PSvita, ohne dass diese auf irgendeine Art und Weise aufgesetzt wirken. Im Laufe des Spieles kommen Vorder- und Rückseitenkamera, die Neigungssensoren, das Rückseitentouchpad, der Touchscreen und auch das Mikrofon zum Einsatz. Natürlich nicht pausenlos, das wäre ja etwas nervig.

Bei den Einsatzmöglichkeiten waren die Macher des Spiels sehr einfallsreich. So muss man zum Beispiel relativ am Anfang einem Eichhörnchen-König eine neue Krone besorgen, da seine alte Krone von bösen Kreaturen geklaut wurde. Zu diesem Zweck zeichnet man einfach auf dem Touchscreen eine neue Krone, schneidet sie aus, dekoriert sie noch ein bisschen und schon kann der König seine neue Krone in Empfang nehmen.

Tearaway Finger

 

Tearaway Basteln

Neben der ganzen PSvita-Extra-Peripherie werden in Tearaway natürlich auch die normalen, herkömmlichen Steuermöglichkeiten genutzt. Mit dem linken Stick steuert man seine Figur durch die 3D-Welt, mit dem rechten Stick kann man die Kamera steuern. Die vier Buttons sind mit Dingen wie „Aufheben“, „Springen“ usw. belegt. Also nichts ungewöhnliches, so das man die Steuerung schnell verinnerlicht hat.

Grafik und Sound

Kennt ihr diese Papercraft-Figuren, die man überall im Internet findet? Figuren und Gegenstände aus Papier, ausgeschnitten, gefalltet und zusammengeklebt? Genau so sieht Tearaway aus. Die Spielwelt ist eine lebendige Papercraft-Welt mit vielen Details und einer tollen Optik. Auch der Sound ist toll. Die Musik ist schön komponiert und lässt einen richtig in die Spielwelt versinken. Dazu kommt die 1a-Sprachausgabe. Der Erzähler zum Beispiel hat eine richtig schöne „Märchenonkel-Stimme“ und man möchte ihm einfach ewig zuhören.

Tearaway Konfetti

Das Tearaway-Feeling

Insgesamt ist das Spiel sehr detailreich und mit viel Liebe programmiert. Die Papierwelt wirkt total lebendig, immer und überall wuselt etwas herum und man sitzt ständig mit einem Lächeln vor dem Spiel, da man permanent irgendetwas tolles, neues entdeckt und sich darüber freut. Alleine schon die Idee, dass man in einer Papierwelt Konfetti als Zahlungsmittel benutzt ist super.

Apropos Ideen: die Programmierer scheinen vor Ideen und Kreativität überzusprudeln. Wie am Anfang schon erwähnt, ist man als Spieler außerhalb der PSvita „das Wesen“ – ausgestattet mit nahezu göttlichen Fähigkeiten. Sei es, wenn man an bestimmten Stellen des Spiels das Rückseiten-Touchpad benutzt, um mit seinen Fingern (die dann auch wirklich in der Spielwelt erscheinen) in das Spielgeschehen einzugreifen oder auch die Nutzung der beiden Kameras, mit deren Hilfe man immer wieder in die Welt „projeziert“ wird. Die Leute von Media Molecule schaffen es einfach, einen schön in das Spiel einzubinden. Speziell markierte Oberflächen bzw. Gegenstände können ebenfalls per Touchscreen-Eingabe manipuliert werden, etwa wenn man die Schleifen um Geschenkkartons aufzieht um diese zu öffnen, Karten auseinander klappt oder Hindernisse für den Boten aus dem Weg rollt.

Tearaway Dialog

Aber auch die Spielfigur selbst kann wunderbar mit der Umwelt interagieren. Stößt man zum Beispiel während seiner Reise auf weiße, farblose Gegenstände, kann man diesen mit Hilfe des Fotoapparates die Farbe und die Muster zurück geben, es reicht einfach, ein Foto davon zu machen und *zack* erscheint der Gegenstand wieder in seiner vollen Pracht in der Spielwelt. Und auch in der richtigen Welt des Spielers. Ja, richtig gelesen. Denn es gibt ein weiteres tolles Feature: alle weißen Gegenstände die man fotografiert, erhält man gleichzeitig in seiner persönlichen Papercraft-Sammlung. Die Objekte werden online abgelegt und können über eine Internetseite herunter geladen, ausgedruckt und zusammen gebastelt werden. Einfach super, eine schöne Idee.

Tearaway Papiermodelle

Überhaupt wird das Sammeln im Spiel groß geschrieben. Das eingesammelte Konfetti kann man nutzen, um sich spielintern allerlei Zeugs zu kaufen. Neue Linsen/Filter für die Kamera, Dekokram für die eigene Figur und so weiter.

So wie man immer mehr von der Spielwelt entdeckt, lernt die Spielfigur selbst auch immer neue Fähigkeiten kennen. Kann man zum Beispiel am Anfang nur herumlaufen, kommt später das Springen oder auch das Rollen hinzu. Auf diese Weise kann man dann auch Levelbereiche erreichen, die man zu einem früheren Zeitpunkt noch nicht bereisen konnte. Während die Hauptmission natürlich immer die Auslieferung der wichtigen Nachricht ist, bekommt man während seiner Reise immer mal wieder kleinere Zwischenaufgaben gestellt beziehungsweise man wird von den Bewohnern der Spielwelt um Hilfe gebeten (wie etwa vom Eichhörnchen-König).

Tearaway Level

Zwischendurch stößt man auch immer mal wieder auf böse Zeitgenossen, im Spiel „Schnipsel“. Hier kommt es jetzt zwar nicht zu besonders fordernden Kämpfen, aber die ein oder andere „Rauferei“ findet auf jeden Fall schon statt. Übrigens ist es in Tearaway nicht besonders schlimm, wenn man mal stirbt: man erscheint sofort wieder in der Welt und in der Regel auch nicht weit von der Stelle, an der man das Zeitliche gesegnet hat. Das mag für den ein oder anderen nicht besonders herausfordernd sein, aber der Schwerpunkt von Tearaway liegt eher auf der gelungenen Interaktion und Spielerei mit der Welt, als auf ausufernden Bossfights.

Fazit

Toll, toll, toll! Fearaway ist ein einfach tolles Spiel und sollte in keiner PSvita-Spielesammlung fehlen. Klar, es ist jetzt nicht unbedingt DAS Spiel für die absoluten Hardcore-Gamer, aber auch diese sollten sich das Spiel mal anschauen, es ist wirklich wunderbar und nur zu empfehlen. Die Spielwelt und die Charaktere sind toll gestaltet und das Spiel macht einfach nur Spaß. Es wird ja viel gemeckert, dass es für die PSvita nicht besonders viele, gute Spiele gibt. Aber Tearwaya beweist das Gegenteil und zeigt, dass es sich durchaus lohnt, eine PSvita zu besitzen.

Die offizielle Seite zum Spiel gibt es übrigens unter tearaway.mediamolecule.com, das Spiel gibt es im Handel für ca. 30 Euro, zum Beispiel bei Amazon.

Tearaway ist der Name des neuesten Spiels aus dem Hause Media Molecule, bekannt geworden ist die Firma mit den LittleBigPlanet-Spielen. Die Reise durch die Papierwelt Die Geschichte von Tearaway ist schnell erzählt: Zu Beginn sucht man sich einen persönlichen Boten aus: zur Wahl stehen der Junge Iota und das Mädchen Atoi. Der (bzw. die) Auserwählte hat, wie es für einen Boten typisch ist, eine Nachricht - und zwar für den Spieler. Damit der Bote die Nachricht erfolgreich zustellen kann, muss man als Spieler genau diesen Boten steuern und dafür sorgen, dass er die Nachricht überbringen kann. Hört sich erstmal nicht…

Review Übersicht

Grafik
Sound
Steuerung
Umfang
Spielspaß

Nutzerbewertungen: 4.9 ( 1 votes)
86

Über Nico Buch

Apple-User, Musik(hörer), Grafikdesigner, (Segel)Flieger, Handballer, Geocacher (MoAdventureTeam) und Kakao-Trinker. Kaffee ist auch toll! ;) Podcastet auf feuerglutundherzblut.de zum Thema Grillen, bloggt auf indanett.de über Multimedia und auf kochenbackenessen.de über's Essen.

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